Eine neue Sicht auf die Kunden

Der Gedanke geht weiter, er endet nicht bei der Mundpropaganda. Vielmehr zeigt er, in welcher grundlegenden Weise sich das Verhältnis zwischen Anbieter und Abnehmer auch und gerade im Consumer Marketing ändert. Um eine Lösung für eine Marketingproblemstellung zu finden, haben wir uns eines Instruments aus der Mitarbeitermotivation bedient. Das zeigt auch, dass das Marketing künftig seine Kunden nicht mehr als anonyme, passive Masse und Zielgruppe begreifen sollte.

Stattdessen sind sie ein Netzwerk aus Individuen, von denen sich manche als aktiv Mitwirkende - um nicht zu sagen: Mitarbeiter - im Marketingprozess betätigen können oder möchten. So erhält die Marketingkommunikation und damit letztlich die Betriebswirtschaft eine neue Aufgabe. Sie darf sich nicht mehr allein darauf beschränken, (massenmedial) möglichst jeden Kunden einzeln zu erreichen. Sie sollte künftig (bestimmte) Kunden, Interessenten, Fans und Beobachter als Partner, Mitwirkende und Teilhaber des gesamten betriebswirtschaftlichen Prozesses sehen, die motiviert und begeistert werden wollen und müssen. Denn sie sind ebenso einflussreich wie die eigenen Mitarbeiter.

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